Die Ferroptose ist eine Form des programmierten Zelltods bei Tumorzellen, die sich grundlegend von der klassischen Apoptose unterscheidet.
Sie wird primär durch eine eisenabhängige Lipidperoxidation (Oxidation von Membranfetten) ausgelöst.
Funktionsweise der Ferroptose:
Der Prozess basiert auf einem Ungleichgewicht zwischen pro-oxidativen Prozessen und zellulären Schutzmechanismen:
- Lipidperoxidation: In den Zellmembranen reichern sich tödliche Mengen an Lipidperoxiden an, insbesondere von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFAs). Diese zerstören die Integrität der Zellmembran.
- Rolle von Eisen: Freies intrazelluläres Eisen katalysiert über die sogenannte Fenton-Reaktion die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), welche die Lipidperoxidation massiv vorantreiben.
- Versagen der Schutzsysteme: Normalerweise verhindert das Enzym GPX4 (Glutathion-Peroxidase 4) diesen Prozess, indem es Lipidperoxide neutralisiert. Die Ferroptose tritt ein, wenn GPX4 gehemmt wird oder der Nachschub an Glutathion (über den Cystein-Import durch das System xc–) blockiert ist.
Bedeutung für die Krebstherapie:
Tumorzellen sind aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels und oft höheren Eisengehalts besonders anfällig für Ferroptose.
Zellen, die gegen klassische Chemotherapien (Apoptose-Resistenz) immun sind, bleiben oft gegenüber Ferroptose empfindlich.
Immunaktivierung:
Die Ferroptose kann das Immunsystem stimulieren (immunogener Zelltod), indem Signalstoffe freigesetzt werden, die T-Zellen aktivieren.
Personalisierte Erkenntnisse über ihren individuellen Tumor
Das Aktivitätsprofil des Tumors aus zirkulierender Tumorzellen im Blut verstehen
Jeder Tumor ist unterschiedlich.
Deshalb ist es so essenziell, so viele lnformationen wie möglich über ihren individuellen Tumor zu bekommen.
Der Test berücksichtigt dabei ein sehr breitesSpektrum an Tumor-Varianten.
Die molekulare Diagnostik findet Aktivitätssignaleihres Tumors.
Wir lassen gewissermaßen den Tumor zu uns sprechen.
Die Ziele der Therapien sind:
- abnormale Zellsignale zu blockieren
- den Tumormetabolismus zu schwächen
- Wachstumsfaktoren zu unterdrücken
- die Immunantwort zu normalisieren
- den Zelltod (Apoptose) auszulösen
Die Genexpressionsdiagnostik ermöglicht studienbasierte Rückschlüsse bezüglich der Wirksamkeit pharmazeutischer und komplementärer Substanzen in lhrem individuellen Fall, z.B.:
- Oncogene
- Hormonrezeptoren
- Tumorsupressorgene
- Apoptosegene
- Signalweggene
- Angiogenesefaktoren
- Medikamentenresistenz
- Immun-Checkpoint Gene
- u.v.m.
Was erhalte ich?
Die Tests liefern entscheidende Erkenntnisse bezüglich :
- der Aggressivität des Tumors
- der Manipulation des lmmunsystems durch den Tumor
- der Resistenzen gegenüber Medikamenten
- der Aktivität relevanter Signale
- der Wirksamkeit bestimmter Substanz
Die weit über 100 (durch Studien nachgewiesenen) wirksamen Substanzen gliedern sich in:
- Pflanzenstoffe ( ca. 24 )
- Off - Label - Pharmazeutika ( ca. 12 )
- Chemotherapeutika ( ca. 70 )
Zielgerichtete Medikamente - z.B.:
- Monoklonale Antikörper
- mTOR Inhibitoren
- Tyrokinase-Inhibitoren
- Radioliganden
- PARP-Inhibitoren
- Checkpoint-Inhibitoren
- Hormontherapeutika
- u.v.m.
- lmmuntherapie